Sommerzeit. Kokoszeit. Wobei – Kokos schmeckt doch immer und überall. Sei es das Curry beim Thailänder um die Ecke, ein – oder gern auch mehr – Raffaelo oder als Duft der sofort Urlaubsgefühle weckt. Kokos als Tausendsassa auf allen Ebenen. Gründe gibt es also reichlich – und da habe ich so bei mir gedacht: Warum eigentlich kein weiteres Rezept für Kokospralinen? Zuletzt hatte ich Mandel-Kokos Kugeln zu Muttertag gemacht. Dieses Mal schwebte mir so eine ganz leichte und herrlich frische Textur vor – mit Joghurt bzw. Skyr und mitsamt einer kleinen feinen obstigen Füllung.
Gedacht, getan. Etwas Herumprobieren hier, und Abschmecken da. Denn: Getreu meinem Motto Mehl & Allerlei muss selbiges mit hinein, und das auch noch in glutenfreier Form. Das Ganze ohne Zuckerzusatz – denn wenn schon, dann denn schon.
Kokospralinen: klein, aber oho
Die Kokospralinen kommen also als gluten- und gleichzeitig ohne Zuckerzusatz daher. Ob zwischendurch, zum Nachmittagskaffee – oder vor dem Frühstück. Sie passen. Immer. Hier nun das Rezept für dich.
Zubereitungszeit
Basis: 20 Kokospralinen
Zutaten für die Kokospralinen
Kokospralinen
- 200 g Skyr
- 80 g Kokosraspel
- 25 g Erythrit
- 8 g Kokosmehl
- ½ TL Vanille
- 1 Prise Salz
Füllung & Aroma
- 10 g Kokosmilchpulver
- Frische Himbeeren oder Blaubeeren (ca. 20 Stück)
Hinweis: Die Kokosmasse vor dem Formen etwa 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Nach dem Formen die Pralinen nochmals mindestens 30 Minuten kühlen. Im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von drei bis vier Tagen genießen.
*Werbung (Affiliate-Link). Für dieses Rezept verwende ich gerne folgende Produkte. Sie haben sich in meiner Küche bewährt und sorgen dafür, dass die Kokospralinen besonders cremig und aromatisch werden.
Zubereitung
- Zutaten vorbereiten: Skyr, Kokosraspel, Erythrit, Kokosmehl, Vanille, Salz und Kokosmilchpulver in eine Schüssel geben.
- Masse verrühren: Alle Zutaten gründlich miteinander verrühren, bis eine gleichmäßige Masse entsteht.
- Kühlen: Die Kokosmasse für etwa 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Das Kokosmehl nimmt während dieser Zeit noch etwas Feuchtigkeit auf und sorgt dafür, dass sich die Pralinen später leichter formen lassen.
- Kugeln formen: Mit leicht angefeuchteten Händen jeweils eine kleine Portion der Masse flach drücken. Eine Himbeere oder Blaubeere in die Mitte legen, die Masse vorsichtig darüber schließen und zwischen den Handflächen zu einer runden Kugel formen.
- Fertigstellen: Die fertigen Kugeln nach Wunsch noch in Kokosraspeln wälzen und anschließend mindestens weitere 30 Minuten im Kühlschrank durchkühlen lassen.
Meine Tipps
- Wer den Kokosgeschmack noch intensiver mag, kann die fertigen Kugeln zusätzlich in feinen Kokosraspeln wenden oder etwas mehr Kokosmilchpulver verwenden.
- Statt Erythrit kannst du auch Zucker nehmen – für die hier angegebene Menge sind es ca. 20 Gramm.
- Bewahre die Pralinenmasse vor dem Formen etwa 30 Minuten im Kühlschrank auf. Das Kokosmehl nimmt in dieser Zeit noch etwas Flüssigkeit auf und sorgt für eine angenehm feste Konsistenz. So lassen sich die Kugeln deutlich einfacher formen.
- Verwende Kokosmehl nur sparsam. Es bindet außergewöhnlich viel Flüssigkeit. Bereits wenige Gramm reichen aus, damit die Masse stabil wird. Zu viel Kokosmehl macht die Pralinen schnell trocken oder leicht mehlig.
- Am einfachsten gelingt das Formen, wenn du zuerst eine kleine Scheibe aus der Masse in der Handfläche flach drückst. Lege anschließend die Beere in die Mitte, schließe die Masse vorsichtig darüber und rolle sie zwischen den Händen zu einer glatten Kugel.
- Teile die Himbeeren in 2 Stücke, wenn sie zu groß sind.
- Stelle die fertigen Pralinen anschließend nochmals mindestens 30 Minuten kalt. Dadurch werden sie deutlich fester und entwickeln ihr Aroma noch besser.
- Da die Pralinen Skyr enthalten, solltest du sie im Kühlschrank aufbewahren. Dort bleiben sie etwa drei bis vier Tage frisch.
- Statt Skyr kannst du auch Magerquark, griechischen Joghurt oder Naturjoghurt verwenden. Skyr sorgt allerdings für den höchsten Eiweißgehalt und eine besonders angenehme Konsistenz.
- Überhaupt: Die Hauptzutaten hast du vielleicht eh immer im Haus. Einfach Quark, Joghurt oder Skyr mit Erythrit (oder Zucker) und Kokosraspeln mischen. 30 Minuten im Kühlschrank die Masse ruhen lassen und dann Kugeln drehen.
- Kinder haben einen Heidenspaß daran, die Kokospralinen mit ihren Händen zu formen.
Varianten
- Mit Mango: Kleine Mangowürfel verleihen den Pralinen eine herrlich exotische Note.
- Mit Heidelbeeren: Blaubeeren sorgen für eine angenehm milde Fruchtigkeit und bleiben beim Formen schön stabil.
- Mit Erdbeeren: Kleine Erdbeerstückchen passen besonders gut im Sommer.
- Mit Kirschen: Halbierte Süßkirschen ergeben eine besonders saftige Füllung.
- Ohne Fruchtfüllung: Auch ohne Obst schmecken die Kokospralinen wunderbar cremig und erinnern an kleine Kokostrüffel.
- Mit Zitronenabrieb: Etwas Bio-Zitronenschale bringt zusätzliche Frische in die Kokosmasse.
- Mit weißer Schokolade: Wer nicht auf Zucker verzichten muss, kann die fertigen Kugeln mit etwas geschmolzener weißer Schokolade verzieren.
- Mit gefriergetrockneten Himbeeren: Fein zerbröselt als Topping sorgen sie für Farbe und eine fruchtige Säure.
Nährwerttabelle
| Nährwert | pro 100 g | pro Kokospraline |
|---|---|---|
| Kalorien | ca. 176 kcal | ca. 26 kcal |
| Eiweiß | ca. 9,2 g | ca. 1,4 g |
| Fett | ca. 11,7 g | ca. 1,8 g |
| Kohlenhydrate | ca. 7,5 g | ca. 1,1 g |
| davon Zucker | ca. 3,6 g | ca. 0,5 g |
Hinweis: Die Nährwerte sind ca. Angaben und können je nach verwendetem Skyr, Kokosmilchpulver sowie Größe der Beeren geringfügig von den tatsächlichen Werten abweichen.
Kann ich die Kokospralinen einfrieren?
Ja. Die Pralinen lassen sich problemlos einfrieren. Lege sie zunächst einzeln auf einen Teller oder ein Brett und friere sie vor. Anschließend kannst du sie gemeinsam in einen Gefrierbeutel oder eine Dose umfüllen. Zum Auftauen stellst du sie einfach einige Stunden in den Kühlschrank.
Wie lange halten sich die Kokospralinen?
Da sie mit Skyr zubereitet werden, solltest du sie im Kühlschrank aufbewahren. Dort bleiben sie etwa drei bis vier Tage frisch. Lagere sie möglichst in einer gut verschlossenen Dose.
Kann ich statt Skyr auch Quark verwenden?
Ja. Magerquark eignet sich hervorragend als Alternative. Auch griechischer Joghurt oder Naturjoghurt funktionieren. Je nach verwendeter Sorte kann die Masse allerdings etwas weicher werden. Gib dann bei Bedarf noch einen kleinen Hauch Kokosmehl hinzu.
Warum kommt nur so wenig Kokosmehl in den Teig?
Kokosmehl bindet außergewöhnlich viel Flüssigkeit. Schon wenige Gramm reichen aus, um die Masse deutlich fester werden zu lassen. Eine größere Menge würde die Pralinen schnell trocken und leicht mehlig wirken lassen.
Welche Früchte eignen sich als Füllung?
Besonders gut passen Himbeeren, Blaubeeren oder kleine Mangowürfel. Auch Erdbeerstückchen oder halbierte Kirschen sind eine leckere Alternative. Wichtig ist nur, dass die Fruchtstücke nicht zu groß sind, damit sich die Kugeln gut schließen lassen.
Kann ich die Pralinen auch ohne Obst zubereiten?
Natürlich. Ohne Fruchtfüllung erinnern sie geschmacklich an kleine Kokostrüffel. Wer mag, kann sie anschließend in Kokosraspeln oder fein gemahlenen Mandeln wälzen.
Sind die Kokospralinen Low Carb?
Sie enthalten durch die Verwendung von Erythrit keinen zugesetzten Zucker und vergleichsweise wenige Kohlenhydrate. Ganz streng Low Carb sind sie aufgrund der natürlichen Kohlenhydrate aus Kokos und Beeren zwar nicht, sie passen aber sehr gut in eine kohlenhydratbewusste Ernährung.
Wenn du Kokos genauso gerne magst wie ich, solltest du diese kleinen Pralinen unbedingt ausprobieren. Sie sind schnell zubereitet, kommen ganz ohne Backofen aus und verbinden eine herrlich cremige Kokosmasse mit einer fruchtigen Überraschung im Inneren. Gerade im Sommer gehören sie für mich einfach dazu.
Ich wünsche dir ganz viel Freude beim Ausprobieren und natürlich gutes Gelingen.
Deine Inga 🤍












