2 Mandelmehlsorten in Schälchen von oben auf einer grauen Betonfläche.

Anleitung

Mandelmehl selber machen – so geht’s!

Mandelmehl selbst herzustellen ist einfacher, als du im ersten Moment vielleicht denkt. Alles, was du brauchst, sind Mandeln und ein geeignetes Gerät zum Mahlen – mehr steckt eigentlich nicht dahinter.

Dabei entsteht kein teilentöltes Mandelmehl, sondern das, was du auch als gemahlene Mandeln (vollfett) im Handel kaufen kannst. Das ist kein Nachteil, sondern einfach eine andere Variante: Gemahlene Mandeln enthalten noch ihr natürliches Fett und verhalten sich beim Backen etwas anders. Genau das sorgt oft für besonders saftige Ergebnisse und ein intensiveres Aroma.

Welches Gerät eignet sich zum Mahlen?

Für das Mahlen von Mandeln brauchst du kein spezielles Profi-Gerät – ein guter Mixer oder eine Küchenmaschine reicht völlig aus. Wichtig ist vor allem die Leistung, denn Mandeln sind relativ hart und enthalten viel Fett. Als Orientierung:

  • ab etwa 500 Watt möglich
  • ab 800 Watt angenehmer in der Handhabung
  • eine Impulsfunktion hilft, die Konsistenz besser zu steuern

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Ein leistungsstärkeres Gerät sorgt dafür, dass die Mandeln schneller und gleichmäßiger gemahlen werden, ohne dass sie zu warm werden. Genau das hilft, die gewünschte „mehlige“ Konsistenz zu erreichen. Eine gute Übersicht mit geeigneten Geräten findest du z.B bei Amazon.

So kannst du Mandelmehl selbst herstellen

Die Zubereitung ist unkompliziert und schnell gemacht:

  1. Mandeln auswählen (geschält für eine helle Optik oder ungeschält für mehr Geschmack)
  2. Optional: Mandeln blanchieren, wenn du die Haut entfernen möchtest
  3. In kleinen Portionen mahlen – am besten in kurzen Impulsen
  4. Zwischendurch die Konsistenz prüfen, damit nichts ölig wird
  5. Optional sieben und grobe Stücke noch einmal mahlen

Ein entscheidender Punkt zeigt sich beim Mahlen selbst: Wird zu lange gemahlen, tritt das Fett aus den Mandeln aus. Die Masse wird dann schwer und leicht klumpig – und entfernt sich immer mehr von der gewünschten „Mehl“-Konsistenz zum öligen Mandelmus. Welches im übrigen auch sehr gut ist aber nicht den geünschten Zweck als Mehl erfüllt. Mit etwas Gefühl nur kurzen Impulsmahlvorgängen bis zu 20 Sekunden lässt sich das gut vermeiden.

Selbst gemahlene Mandeln verhalten sich beim Backen anders als teilentöltes Mandelmehl aus dem Handel (Werbung / Affiliate) – aber nicht schlechter. Im Gegenteil: Gerade bei vielen Rezepten bringt genau das sogar Vorteile mit sich.

Warum teilentöltes Mandelmehl schwieriger in der Herstellung ist

Wie erwähnt, entsteht teilentöltes Mandelmehl nicht einfach durch Mahlen, sondern ist ein Nebenprodukt der Ölgewinnung. Dafür werden Mandeln zunächst gepresst, um einen Großteil des Mandelöls zu entziehen. Erst der verbleibende Presskuchen wird anschließend fein vermahlen.

Genau dieser zusätzliche Verarbeitungsschritt macht die Herstellung deutlich aufwendiger als bei normalen gemahlenen Mandeln. Außerdem brauchst du dafür spezielles Equipment wie eine Ölpresse – mit einem herkömmlichen Mixer oder einer Küchenmaschine lässt sich dieser Prozess zu Hause nicht umsetzen.

Deshalb gilt: Während du gemahlene Mandeln problemlos selbst herstellen kannst, ist echtes teilentöltes Mandelmehl für die heimische Küche praktisch nicht machbar und wird in der Regel industriell produziert.

Mandeln blanchieren – was bedeutet das eigentlich?

Wenn du schon einmal „blanchierte Mandeln“ gelesen hast, hast du dich vielleicht gefragt, was genau dahintersteckt. Gemeint ist damit nichts anderes, als dass die braune Haut der Mandeln entfernt wird. Das funktioniert ganz einfach:

  • Mandeln mit heißem Wasser übergießen
  • kurz ziehen lassen (ca. 1–2 Minuten)
  • anschließend die Haut mit den Fingern abziehen

Danach sind die Mandeln heller, milder im Geschmack und ergeben ein feineres „Mandelmehl“. Blanchieren ist kein Muss – aber es lohnt sich vor allem dann, wenn du eine helle Optik oder eine feinere Konsistenz möchtest, zum Beispiel bei Kuchen oder feinem Gebäck.

Wie fein sollte Mandelmehl sein?

Beim Mahlen geht es weniger darum, ein perfektes Pulver zu bekommen, sondern die richtige Balance zu finden. Selbst gemahlene Mandeln sind meist etwas gröber als gekauftes Mandelmehl – und genau das ist völlig in Ordnung. Wichtiger ist:

  • die Mandeln sollten sich trocken anfühlen
  • keine Klümpchen bilden
  • nicht glänzen oder schmierig wirken

Sobald die Masse leicht „feucht“ wirkt, bist du meist schon einen Schritt zu weit gegangen.

Vorteile von selbst gemahlenen Mandeln

  • sorgen für besonders saftige Ergebnisse
  • bringen ein intensiveres, nussiges Aroma mit
  • sind flexibel einsetzbar und schnell verfügbar
  • ideal für Kekse, Kuchen und No-Bake-Rezepte

Am Ende kommt es also weniger darauf an, ob du Mandeln selbst mahlst oder ein fertiges Produkt verwendest – sondern welche Variante du brauchst.

  • Selbst gemahlene Mandeln entsprechen in etwa gekauften gemahlenen Mandeln (vollfett)
  • Teilentöltes Mandelmehl ist ein eigenes Produkt mit anderen Backeigenschaften

Beide Varianten haben ihre Berechtigung. Entscheidend ist, ob du eher saftige Ergebnisse möchtest oder eine stabilere Teigstruktur brauchst.

Wie lange hält sich selbst gemahlenes Mandelmehl?

Da selbst gemahlene Mandeln ihr natürliches Fett enthalten, sind sie etwas empfindlicher als teilentöltes Mandelmehl. Am besten bewahrst du sie luftdicht verschlossen und trocken und trocken auf. So bleiben Geschmack und Qualität länger erhalten.

Fazit: Mandelmehl selber machen

  • ergibt gemahlene Mandeln (vollfett)
  • ideal für saftige Rezepte
  • teilentöltes Mandelmehl verhält sich anders

Beide Varianten haben ihre individuellen Vorteile.

Post von Mehl & Allerlei

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