
22 Min.

Einfach

284 kcal / 6 Waffeln
Ganz ehrlich: Eigentlich wollte ich ja Apfelpfannkuchen backen. Da hatte so richtig Appetit drauf. Aber wie das halt so ist, steckt manchmal der Teufel im Detail. Denn der Teig mit Mandelmehl wollte überhaupt nicht so wie ich. Zwar war er durch das geschlagene Eiweiß schön luftig, doch drehen in der Pfanne? Fehlanzeige. Schon gar nicht mit Apfelscheiben. Alles ist auseinandergefallen. Zwar keine kulinarische Katastrophe, doch isst ja das Auge bekanntlich mit.
Dann fiel mir ein, dass ich ja noch ein kleines Waffeleisen habe – also machte ich einfach Mandelmehl-Waffeln. Da Apfelscheiben nicht waffeleisenkompatibel sind, habe ich sie kurzerhand gerieben und unter den restlichen Teig gemischt. Und siehe da: Es hat geklappt. Und das sogar richtig, richtig gut.



Ich war total begeistert und wollte noch ein paar Variationen ausprobieren und den Teig mit anderen Zutaten kombinieren. Also habe ich noch ein paar Tage gewartet, bis wieder Zeit war zum Ausprobieren und Fotografieren. Hier nun das Rezept für Waffeln mit Mandelmehl, bzw. gemahlenen Mandeln.
Zubereitungszeit
- Vorbereitung: ca. 10 Minuten
- Bratzeit: ca. 12 Minuten für 6 kleine Waffeln
- Gesamtzeit: ca. 22 Minuten
Zutaten für saftige Mandelmehl-Waffeln
1 Portion = ca. 6 kleine Waffeln
Für den Teig
- 2 Eier
- 40 g gemahlene Mandeln
- 2 EL Mandelmilch
- 1–2 EL Erythrit
- 1 TL Zitronensaft
- ½ TL Backpulver
- 1 Prise Salz
- Etwas Vanille
Optional für den Teig
- ½ TL Zimt
- 1 kleiner Apfel, fein gerieben
- 40 g Beeren
- 1 EL Kakao
- 1 EL Kakao Nibs
Zum Ausbacken
- Etwas Butter oder Kokosöl zum Einfetten des Waffeleisens
Hinweis: Für besonders saftige Waffeln empfehle ich gemahlene Mandeln statt teilentöltem Mandelmehl. Das Waffeleisen vor jeder neuen Waffel erneut einfetten, damit sich die Waffeln später problemlos lösen lassen.
*Werbung (Affiliate-Link). Für dieses Rezept verwende ich fein gemahlene Mandeln von Buxtrade – sie sorgen für eine lockere Konsistenz.
Zubereitung
- Eigelbmasse anrühren: Die Eier trennen. Eigelb schlagen und mit gemahlenen Mandeln, Mandelmilch, Zitrone, Süße, Vanille und Backpulver verrühren. Der Teig ist zu diesem Zeitpunkt recht fest.
- Eiweiß steif schlagen: Das Eiweiß mit einer kleinen Prise Salz richtig steif schlagen. Durch das Salz lässt es sich besser schlagen und wird schön fest.
- Teig fertigstellen: Den Eischnee vorsichtig in 3 Portionen unterheben, damit möglichst viel Luft im Teig erhalten bleibt. Der Teig müsste jetzt schön weich und „aufgebauscht“ sein und du kannst ihn direkt ausbacken.
- Optionale Zutaten: Je nach Wunsch verfeinerst du den Teig und rührst vorsichtig einen kleinen geriebenen Apfel, etwas Zimt, Kakao oder Beeren ein.
- Waffeln ausbacken: Das Waffeleisen mit Butter oder Kokosöl einpinseln und die Waffeln backen, bis sie goldbraun sind. Bei mir hat das ca. 3-4 Minuten gedauert.
Wichtig: Achte darauf, das Waffeleisen nach jeder fertigen Waffeln erneut zu fetten. Sonst lässt sich der nächste Waffeln nur schwer aus dem Waffeleisen lösen.


Meine Tipps
- Die fertigen Waffeln sind weich und saftig. Mit ein klein wenig Übung bekommst du sie einfach aus dem Waffeleisen.
- Wie schon erwähnt: Die Waffelform jedes Mal erneut einfetten, bevor du den nächsten Waffeln backst.
- Ich empfehle dir, auf jeden Fall gemahlene Mandeln zu nehmen. Mit teilentöltem Mandelmehl wird der Teig nicht so saftig, sondern eher trocken.
- Mit Obst wie Äpfeln oder Beeren, sowie Vanillesauce und / oder Vanille-Eis erhalten die Waffeln zusätzliche Süße. Ich bin mit einem knappen Esslöffel Erythrit ausgekommen.
- Mit Kakao werden die Waffeln wiederum weniger süß. Hier kann es sein, dass du etwas mehr Süße hinzugeben möchtest.
- Falls du Beeren so wie ich direkt mitbackst: Weniger ist mehr. Bei vielen Beeren ist die fertige Waffel fast komplett lila oder pink. Schmeckt zwar auch gut, aber optisch nicht so der Augenschmaus.
- Am besten benutzt du Pulver Erythrit. Damit hast du keine Kristalle im Teig und auch der Cooling-Effekt ist geringer. Hier bei den Waffeln habe ich es überhaupt nicht herausgeschmeckt. Seit einiger Zeit verwende ich das Pulver Erythrit von Xucker – und ich bin begeistert. Seitdem mahle ich das Erythrit nicht mehr selbst, obwohl es hochpreisiger ist. Aber meine kleine Moulinette mit ihren 500 Watt hat das nie so richtig hinbekommen.
- Richtig gut schmecken die Waffeln, solange sie noch warm sind. Also schnell auf den Teller damit du sie so richtig genieße kannst.
Was noch prima zu den Mandelmehl-Waffeln passt
- Zimt-Erythrit: Die gebackenen Waffeln mit einer Zimt-Erythrit Mischung (wenn du keinen Zucker verwenden möchtest) oder Zimt-Zucker Mischung bestreuen.
- Skyr oder griechischer Joghurt: Mit ein wenig Zitronenaroma (frischer Zitronensaft oder Abrieb) reicherst du die Mandelmehl-Waffeln mit weiteren Proteinen an.
- Mandelmus: Einen Esslöffel Mus über die fertigen noch warmen Waffeln zerlaufen lassen. Probiere auch Haselnuss- oder Macadadiamus. Himmlisch!
- Warme Apfelstücke mit Zimt: Die Apfelstücke kurz in einer Pfanne mit Butter anbraten und noch warm mit Zimt auf den Waffeln servieren.
- Vanille-Eis: Der Klassiker schlechthin. Eine Kugel Vanille-Eis auf die noch warmen Waffeln. Ein Gedicht.
- Beeren: Da passen alle Sorten, ob Heidel-, Erd-, Brom- oder Himbeeren. Der Vorteil: Beeren haben einen vergleichsweise niedrigen Zuckeranteil und viele Ballaststoffe.
- Honig: Wer es süßer mag, kann die Waffeln auch mit Honig beträufeln.



Überhaupt sind die Möglichkeiten schier endlos. Bananen, Birnen, Pfirsiche, Marmelade, Konfitüre – Schokoladensauce, Himbeersauce. Alles, was das Herz begehrt :-)
Die Nährwerte
| Nährwert | pro 100 g | 6 kleine Waffeln |
|---|---|---|
| Kalorien | ca. 141 kcal | ca. 284 kcal |
| Eiweiß | ca. 7,3 g | ca. 14,7 g |
| Fett | ca. 8,9 g | ca. 17,9 g |
| Kohlenhydrate | ca. 6,5 g | ca. 13,0 g |
| davon Zucker | ca. 4,4 g | ca. 8,8 g |
Hinweise: Die Werte beziehen sich auf die Variante mit 1 geriebenen Apfel und Erythrit. Butter/Kokosöl zum Einfetten des Waffeleisens ist nicht berücksichtigt. Die Werte sind ca. Angaben und können je nach verwendeten Produkten von diesen Angaben etwas abweichen.

Ich freue mich riesig, wenn dir das Rezept gefällt. Früher war ich ja eher so eine Art „Waffel-Muffel“. Irgendwie hatten mich Waffeln nie so richtig gecatcht. Ich hatte sie immer als etwas Süßes abgetan und nicht wirklich als nahrhaft betrachtet.
Diese Mandelmehl-Waffeln haben meine Meinung allerdings ein gutes Stück verändert. Durch die gemahlenen Mandeln enthalten sie deutlich mehr Eiweiß und gesunde Fette als klassische Waffeln aus Weizenmehl. Gleichzeitig halten sie länger satt und kommen mit deutlich weniger Kohlenhydraten aus. Für mich sind sie deshalb eher ein richtiges Frühstück oder eine kleine Mahlzeit als nur eine süße Nascherei.
Ein kleines Geständnis
Okay, eine kleine Ausnahme gab es allerdings schon immer: die Waffeln aus Kambodscha. Die waren einfach zum Niederknien :-D Aber dazu erzähle ich dir in einem der nächsten Beiträge mehr – natürlich inklusive Rezept.
