Gestapelte selbstgemachte Schokolade ohne Zucker - Nahaufnahme, Obendrauf Mandelstückchen und Kako-Nibs

Schokolade ohne Zucker selber machen – Low Carb & glutenfrei

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Ich liebe Schokolade und überhaupt den Geschmack von Kakao. Wirklich. Aber: Schokolade hat zugesetzten Zucker, viel Zucker – vor allem bei Milchschokolade. Da können es schon gern mal 55% Zucker auf 100 Gramm sein. Also habe ich mich auf die Suche nach Rezepten für selbstgemachte Schokolade gemacht und bin direkt fündig geworden. Denn: Eins der ersten Ergebnisse war ein Schokoladenrezept mit Mandelmehl. Also perfekt hier für Mehl & Allerlei, denn dadurch passt das Rezept wunderbar in meine kleine Mandelmehl-Welt hier auf dem Blog.

Für meine Version habe ich meinen Bensdorp Backkakao (gibt’s in der Backabteilung von Supermärkten) verwendet und die Schokolade ohne Zucker, dafür mit Erythrit. Geschmacklich erinnert sie mich an das Eiskonfekt von Moritz aus meiner Kindheit. Kleine bunte Kapseln aus dünnem Metall, mit der köstlichen Schokolade drin – soooo gut.

Frontalaufnahme mit selbstgemachter Schokolade ohne Zucker.
Ein Stapel mit selbstgemachter Schokolade

Mein Rezept ist glutenfrei und durch die Verwendung von Erythrit außerdem sozusagen zuckerfrei und obendrauf vegan. Perfekt also für alle, die Lust auf ein kleines Low Carb Schokoladenerlebnis haben.

Selbstgemachte Schokolade mit Mandelmehl, das Rezept

Bevor du mit dem Rezept beginnst, hoch ein kleiner Tipp: Die Schokolade hat nicht die Konsistenz wie klassische Schokolade. Es fehlt der Schmelz auf der Zunge – das liegt vor allem am Erythrit und auch an anderen Zutaten wie z.B. Lecithin, die hier nicht enthalten sind. Nichtsdestotrotz ist es Schokolade. Wenn du dich auf ein neues und vielleicht unerwartetes Schokoladenerlebnis einlassen möchtest, dann ist dieses Rezept bestimmt auch etwas für dich. Jetzt aber erstmal zum Rezept:

Flatlay-Aufnahme mit mehreren Schokoladenstücken, die mit gehackten Mandeln und Kakao-Nibs dekoriert ist auf zerknittertem weißen Seidenpapier.
Meine erste selbstgemachte Schokolade

Zubereitungszeit

  • Vorbereitung: ca. 10 Minuten
  • Kühlzeit: ca. 30 Minuten
  • Gesamt: ca. 40 Minuten

Zutaten für selbstgemachte Schokolade

Portionen

Die gewählte Menge ergibt etwa 45 g Schokolade.

Für die Schokolade

  • 25 g Kakaobutter
  • 8 g Backkakao (z. B. Bensdorp aus dem Supermarkt)
  • 8 g teilentöltes Mandelmehl
  • 1 EL Pudererythrit
  • 1 Prise Salz
  • Etwas Bourbon-Vanille

Optional

  • Gehackte Mandeln
  • Pistazienkerne
  • Kakaonibs
  • Gefriergetrocknete Himbeeren

Hinweis: Direkt aus dem Kühlschrank wird die Schokolade besonders fest und erinnert geschmacklich am ehesten an Eiskonfekt.

*Werbung (Affiliate-Link). Für dieses Rezept verwende ich teilentöltes Mandelmehl von dm. Den Bensdorp Kakao habe ich aus dem Supermarkt.

Zubereitung

  1. Wasserbad vorbereiten: Erhitze einen kleinen Topf mit etwas Wasser. Das Wasser sollte nur leicht simmern. Wichtig ist, dass die Schüssel das Wasser nicht berührt und kein Wasser in die Schokolade gelangt – sonst kann sie klumpig werden.
  2. Kakaobutter schmelzen: Die Kakaobutter (Werbung / Affiliate) in eine hitzefeste Schüssel geben und langsam im Wasserbad bis 45 Grad Celsius schmelzen lassen. Sobald sie vollständig flüssig ist, die Schüssel direkt aus dem Wasserbad nehmen.
  3. Erythrit einrühren: Das Pudererythrit mit einem kleinen Schneebesen gründlich in die flüssige Kakaobutter einrühren.
  4. Kakao ergänzen: Den Backkakao hineinsieben und sorgfältig verrühren. Anschließend Salz und etwas Bourbon-Vanille dazugeben.
  5. Mandelmehl einarbeiten: Das teilentölte Mandelmehl portionsweise unterrühren, bis eine glatte, dickflüssige Masse entsteht.
  6. Abschmecken: Mit einem kleinen Löffel die Schokoladenmasse abschmecken. Wenn sie zu bitter ist, kannst du noch etwas Erythrit einrühren.
  7. Schokolade noch einmal temperieren: Die Schüssel nochmals ganz kurz über das warme Wasserbad halten und die Masse vorsichtig auf etwa 29–30 °C bringen.
  8. Schokolade einfüllen: Die Schokoladenmasse in kleine Formen geben. Besonders praktisch sind Silikonformen.
  9. Kühlen: Die Schokolade für etwa 20–30 Minuten in den Kühlschrank stellen, bis sie vollständig fest geworden ist.

Meine Tipps

  • Ein kleiner Milchaufschäumer oder elektrischer Rührstab erleichtert das Arbeiten enorm.
  • Auch ein Schmelztopf (Werbung / Affiliate) ist praktisch, weil er Ausgüsse an 2 Seiten hat.
  • Verwende möglichst fein gemahlenes Pudererythrit. Dadurch verringert sich der Cooling Effekt und die Konsistenz der Schokolade wird glatter. Du kannst das Erythrit selbst mahlen oder bereits gemahlenes kaufen. Zum Beispiel von Xucker (Werbung / Affiliate) – dann ist es auf jeden Fall fein.
  • Für etwas mehr Biss und eine leicht crunchige Textur kannst du zusätzlich etwas gemahlene Mandeln unterrühren.
  • Die Kakaobutter sorgt für die knackige Konsistenz von Schokolade. Je nach Herkunftsland und Verarbeitung (roh, desodoriert oder raffiniert) schmeckt und verhält sie sich etwas unterschiedlich.
  • Achte unbedingt darauf, dass kein Wasser in die Schokolade gelangt. Denn dann kann es passieren, dass deine Schokolade Klumpen bildet.
  • Weiterhin ist es wichtig, dass du die Kakaobutter nicht über als 50 Grad Celsius erhitzt. Ab dieser Temperatur werden die Fettkristalle zerstört und die Kakaobutter wird nach dem Abkühlen nicht mehr fest. Auch kann es passieren, dass sich das Fett von den anderen Bestandteilen trennt.
  • Mit einem Koch-Thermometer behältst du die Temperatur im Auge.
  • Die Kakaobutter braucht manchmal etwas Geduld beim Schmelzen – lieber langsam arbeiten. Gleiches gilt für das Erhärten. Die Kristalle der Kakaobutter brauchen Zeit, bis sie sich wieder „sortiert“ haben.
  • Nach dem Kühlen kann sich deine Schokolade zunächst noch leicht fettig anfühlen. Das ist normal, weil die Kakaobutter weiter kristallisiert. Der Prozess kann mehrere Stunden dauern.

Nährwerte

Nährwertpro 100 gpro 45 g
Kalorienca. 630 kcalca. 285 kcal
Fettca. 55 gca. 25 g
Kohlenhydrateca. 8 gca. 4 g
davon Zuckerca. 1,4 gca. 0,6 g
Eiweißca. 13 gca. 6 g

Hinweis: Die Nährwerte sind ca. Angaben und können je nach verwendeten Produkten leicht abweichen.

Selbstgemachte Schokolade – einfacher, als ich dachte :-)

Ehrlich gesagt hätte ich nicht gedacht, dass mich selbstgemachte Schokolade so überzeugt. Der größte Vorteil für mich ist, dass die zuckerfreie Variante deutlich weniger „verführerisch“ ist als klassische Schokolade.

Sie schmeckt zwar richtig gut, aber durch den vergleichsweise hohen Fettgehalt und den sehr geringen Zuckeranteil reichen mir meist schon ein paar kleine Stücke. Unterm Strich esse ich dadurch insgesamt deutlich weniger Schokolade – und nehme letztlich oft sogar weniger Fett und Kalorien zu mir als bei normaler Schokolade.

Jedenfalls bin ich aktuell sozusagen auf einem Schoko-Trip. Im nächsten Artikel stelle ich dir meine selbstgemachte weiße Schokolade vor. Mit gefriergetrockneten Erdbeeren – nicht nur lecker, sondern auch optisch ein Hingucker.

Ich wünsche dir ganz viel Freude beim Schokolade selber machen :-)

Deine Inga 🤍

Post von Mehl & Allerlei

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