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Mallorquinischer Mandelkuchen – Low Carb & ohne Zucker

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Als ich neulich nach neuen Ideen mit gemahlenen Mandeln gesucht habe, bin ich eher zufällig über den mallorquinischen Mandelkuchen „Gató d’Ametlla“ gestolpert. Kleiner Funfact: Google übersetzt Gató d’Ametlla mit „Mandelkatze“, dabei heißt es genauso wie im Deutschen schlicht und einfach Mandelkuchen. Ehrlich gesagt kannte ich ihn vorher überhaupt nicht. Aber je mehr ich darüber gelesen habe, desto neugieriger wurde ich. Ein traditioneller Kuchen von Mallorca, dort wohl ziemlich beliebt – das klang total spannend für mich.

Ein Stück Mallorquinischer Mandelkuchen auf einem Teller
Mallorquinischer Mandelkuchen: Ein großes Stück vom Glück :-)

Allerdings war ich vorsichtig optimistisch :-) Deshalb habe ich direkt erstmal nur eine kleine Form verwendet. Falls der Kuchen am Ende doch nicht so meins gewesen wäre, hätte ich wenigstens nicht Unmengen an Zutaten verbraucht. Tja … dieser Plan ging nicht ganz auf. Denn schon nach dem ersten Stück war klar: Den backe ich definitiv wieder – und zwar in einer größeren Springform als nur 20 cm.

Geschmacklich erinnert mich der Kuchen ein bisschen an einen richtig guten Zitronenkuchen – saftig, weich und wunderbar aromatisch. Durch die Zitrone und die Orange bekommt er diese frische, sommerliche Note, während die Mandeln für eine angenehme Saftigkeit sorgen. Und was mich besonders begeistert hat: Das Rezept funktioniert prima mit Erythrit. Meine Variante ist also nicht nur glutenfrei und für eine Low-Carb Ernährung geeignet, sondern auch noch ohne Haushaltszucker. Hier ist das Rezept für dich:

Zubereitungszeit

  • Vorbereitung: ca. 20 Minuten
  • Backzeit: ca. 35 Minuten
  • Gesamt: ca. 55 Minuten

Zutaten für Mallorquinischen Mandelkuchen

Backform wählen:
  • 170 g gemahlene Mandeln
  • 6 Eier
  • 130 g Puder-Erythrit
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • Zitronenabrieb einer Bio-Zitrone
  • Orangenabrieb einer Bio-Orange
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 knapper TL Ceylon-Zimt
  • 1 TL Öl
  • 1 Prise Salz

Topping

  • gehackte Mandeln zum Bestreuen
  • Erythrit zum Bestäuben
  • geschlagene Sahne zum Servieren
  • und/oder eine Kugel Vanilleeis

Werbung (Affiliate-Link): Für dieses Rezept verwende ich fein gemahlene Mandeln von Buxtrade – sie sorgen für eine lockere Konsistenz.

Zubereitung

  1. Backofen vorheizen: Den Backofen auf ca. 175 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen
  2. Springform fetten: Gewählte Springform leicht einfetten.
  3. Erythrit mahlen: Das Erythrit möglichst fein mahlen, damit es sich besser mit den Eigelben verbindet.
  4. Eiweiß schlagen: Trenne die Eier und schlage zunächst das Eiweiß zusammen mit einer Prise Salz sehr steif.
  5. Eigelbmasse herstellen: Die Eigelbe mit dem gemahlenen Erythrit mehrere Minuten cremig schlagen, bis sich alles gut verbunden hat.
  6. Aromen hinzufügen: Vanilleextrakt, Zitronensaft, Zitronenabrieb, Orangenabrieb, Zimt und das Öl unterrühren.
  7. Mandeln ergänzen: Gib die gemahlenen Mandeln zur Eigelbmasse und vermische alles gründlich. Der Teig ist jetzt recht fest und fühlt sich schwer an. Er sollte aber nicht trocken oder krümelig sein. Wenn das der Fall ist, gibst du esslöffelweise etwas Wasser oder Milch (z.B. Mandelmilch) hinzu.
  8. Eiweiß unterheben: Mit diesem Schritt bekommt dein Teig die luftige und fast flüxxige Konsistenz. Dafür hebst du das geschlagene Eiweiß nach und nach in drei Portionen unter.
  9. Backen: Den Teig in die vorbereitete Springform geben und glattstreichen. Backe den Mandelkuchen etwa 35 Minuten, bis die Oberfläche leicht goldbraun ist. Prüfe mit einem Holzstäbchen, ob der Teig schon fertig ist, indem du in den Kuchen stichst.
  10. Auskühlen: Den Kuchen auf einem Kuchenrost auskühlen lassen.
  11. Topping: Währenddessen gehackte Mandeln in einer Pfanne ohne Fett rösten. Die abgekühlten Mandeln über den Kuchen streuen und anschließend mit gemahlenem Erythrit bestäuben.

Meine Tipps

  • Anstatt Mandeln selbst zu hacken, kannst du auch fertig gehackte Mandeln aus der Backabteilung im Supermarkt verwenden.
  • Falls dir der Teig vor dem Unterheben des Eiweißes zu trocken vorkommt, kannst du vorsichtig 1 EL Wasser oder etwas Mandelmilch ergänzen.
  • Gemahlenes Erythrit verbindet sich deutlich besser mit der Eigelbmasse als grobes. Dadurch verringert sich auch der Cooling-Effekt.
  • Zusätzlich hilft der Zitronensaft dabei, den Cooling-Effekt etwas abzumildern.
  • Apropos Cooling-Effekt: Da ich Erythrit mittlerweile bei fast allen Rezepten mit Mandelmehl verwende, nehme ich ihn selbst kaum noch wahr. Vielleicht geht es dir ja ähnlich :-)
  • Ich süße generell eher etwas vorsichtiger. Deshalb kann es vielleicht sein, dass du den Kuchen gern noch etwas süßer magst. In diesem Fall kannst du vor dem Unterheben des Eiweißes noch zusätzlich etwas Erythrit in den Teig geben.
  • Achte darauf, das steif geschlagene Eiweiß portionsweise unterzuheben. Ohne das Eiweiß ist der Teig zunächst noch recht fest. Würdest du das gesamte Eiweiß auf einmal unterrühren, müsstest du deutlich mehr rühren und der Teig würde wieder kompakter werden. Durch die erste Portion wird der Teig bereits weicher, sodass sich die restlichen Portionen viel leichter und luftiger unterheben lassen.
  • Der Kuchen wird wunderbar saftig und bekommt oben eine feine, leicht knusprige Schicht.
  • Wichtig: Lasse den Kuchen unbedingt auf einem Kuchengitter abkühlen. So kann er auch von unten nachtrocknen und bleibt nicht feucht.
  • Sahne passt wirklich hervorragend zum mallorquinischen Mandelkuchen und rundet ihn richtig schön ab.
  • Auch Vanilleeis passt prima dazu – wobei die Mallorquiner eher auf Mandeleis schwören :-)

Varianten

  • Du kannst nur Zitrone oder nur Orange verwenden.
  • Der Kuchen eignet sich wunderbar als Boden für Schichttorten.
  • Ich habe schon weitere Varianten im Kopf – die muss ich aber erstmal testen :-)
Nährwertpro 100 gpro Stück
Kalorienca. 320 kcalca. 180 kcal
Eiweißca. 11 gca. 6 g
Fettca. 26 gca. 15 g
Kohlenhydrateca. 5 gca. 3 g

Hinweis: Die Werte sind ca.-Angaben und können je nach verwendeten Zutaten variieren.

Ich bin ja mal gespannt: Anfang Juni werde ich mit meiner Mom eine Woche in Valencia sein. Vielleicht gibt es ja dort auch den Mallorquinischen Mandelkuchen. Also so in einem richtig schönen Café – mal schauen :-)

Übrigens: Letztens hatte ich auch die Idee, eine Schichttorte ausprobieren, hatte aber noch keinen passenden Boden dafür gefunden. Dieser Kuchen – mit anderen Aromen -ist bestimmt mehr als perfekt dafür.

Falls du noch mehr Lust auf Rezepte mit Mandeln bekommen hast, schau dir unbedingt auch meine anderen Mandelmehl-Rezepte an. Jetzt wünsche ich dir aber erst einmal viel Spaß und Erfolg mit diesem Rezept für einen ganz besonderen Mandelkuchen.

Deine Inga 🤍

Post von Mehl & Allerlei

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